Ein geschriebenes Wort entfaltet seine größte Kraft.

 

Geschriebenes fordert quasi zum Reflektieren und zum Lernen auf. Darum möchten wir Ihnen möglichst viel Unterschiedliches präsentieren. Sie finden unseren Blog in mehrere Kategorien thematisch unterteilt, die Inhalte unseres Angebotes ergänzend und vertiefend. Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei, einen guten Lerneffekt und entscheidende Einsichten.

Verhaltenskodex war einmal!

Wie Verhalten in Unternehmen flexibilisert wird.

 10.10.2018

 

Von Manuel Stöbel, Inhaber Institut für Verhaltenskultur

 

 

 

Zum guten Ton gehörte es immer, ein bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen. Man verhielt sich früher einfach brav und still, wenn der Vater Besuch hatte, die Oma krank war oder man zu einem feinen Essen eingeladen wurde. Und, Sie merken anhand der einfachen Beispiele, dass wir das noch immer lernen: Kinder werden zu Ruhe erzogen und ermahnt.

 

Leger ist lecker

 

Heute herrscht stärker denn je der Hang zum Nonkonformismus. Der Casual Friday ist das beste Beispiel: die Krawatten werden abgelegt und vielleicht kann man auch eine gepflegte Jeans auf den letzten Termin der Woche anziehen. Dem einen passt das hervorragend, weil sein Wesen vom „leger-ist-lecker-Geschmack“ geprägt ist und dem anderen – und das muss nicht der ältere Kollege sein – vielleicht gar nicht, weil es eben zum guten Ton gehört, sich „vernünftig“ anzuziehen: wer schön sein will, schnürt sich eben auch mal den Hals mit einem Armani-Strick zu. Konflikte sind dort vorprogrammiert, wo Unterschiede herrschen und vor allem auch das Festhalten daran.

 

Locker vom Hocker

 

Während der eine Kollege sich beim Kunden wie selbstverständlich beim Kaffee selbst bedient, wartet der andere Kollege eben ab, bis ihm der Kaffee angeboten wird. Nun liegt es natürlich nah, dass der „leger-ist-lecker“-Kollege sich den Kaffee selbst nimmt und der Krawattenträger höflich wartet. Weit gefehlt: die schönste Hülle beugt nonkonformem Verhalten nicht vor. Der derbste Charakter kann die schönsten Sachen tragen und der legerste Typ der ganzen Firma wartet, bis er angesprochen wird, seine Meinung zu sagen. Und genau das kann leicht dazu führen, daß der konservative Kleidungsstil mit dem flippigen Verhalten das viel zu höfliche Verhalten mit leger-ist-lecker Klamotten lvom Sitzhocker fegen möchte.

 

Ton in Ton ist meist nicht

 

Wenn man etwas zum guten Ton erfahren will, dann ist es immer ratsam keine Regeln zu machen, die von der einen Eigenschaft auf die andere schließen. Ton in Ton zwischen z.B. Kleidungsstil und sozialem Verhalten ist nicht immer der Fall. Und wer sich ein zu genaues Bild macht, wie der gute Ton wahrscheinlich ist, wird oft genug schwer enttäuscht, wenn er komplett falsch liegt. Den guten Ton in Sachen Verhalten gibt es eigentlich nicht mehr. Zu sehr sind wir individualisiert. Der ist heute nicht mehr so und der auch nicht… Wach sein heißt das Motto und stets flexibel agieren. Ich denke, das ist heute der eigentliche gute Ton!

 

Wenn Sie Fragen zum Thema haben oder uns Ihre Meinung dazu mitteilen möchten stehen wir Ihnen unter info@verhaltenskultur.de sehr gerne zur Verfügung.

 

 

Wie gehe ich mit Veränderungen um?

Ob gerade oder schräg - unsere Aufgabe ist es, Veränderungen zu meistern

 05.09.2018

 

Von Manuel Stöbel, Inhaber Institut für Verhaltenskultur

 

 

Unser Leben verläuft selten gerade. Wie unsere Straßen macht es Kurven um Hügel oder führt hinauf auf Berge oder in tiefe Täler. Und, wenn wir ehrlich sind, sind Straßen doch langweilig, die immer nur geradeaus gehen. Wir möchten doch Abwechslung, Wachstum und Entwicklung. Doch möchten wir immer Veränderung? Manchmal bekommt die Straße unseres Lebens auch einen echten Knick und geht nicht nur sanft in die Kurve. Die Straße knickt ab auf einen schlammigen Weg und wir stecken plötzlich ungewollt im Schlamm fest.

 

Das gibt es immer und überall. Es kommt privat, beruflich oder der Familie vor. Wir bemühen uns meistens, rational an diese Themen heranzugehen und sie so sachlich und nüchtern zu erklären, zu begründen und zu lösen. Und doch, bei aller Sachlichkeit der heutigen Zeit erscheint es oft schwierig, den rationalen Abstand zu bewahren und ausschließlich im Kopf daran zu arbeiten. Denn das Herz spricht eine eigene, oftmals eher wirre und undefinierte Sprache.

 

Ganz besonders schlimm erscheint es, wenn es in unseren Gefühlen anfängt zu arbeiten. Es rumort dann ganz sachlich auch auf körperlicher Ebene: Herzklopfen, Schulterverspannungen, Magenverstimmung sind bei intensiven Veränderungen nicht zu unterschätzende körperliche Symptome, die nicht selten auch vom Heilpraktiker oder Arzt begutachtet werden sollten, weil sie uns sonst regelrecht lahmlegen können. Dann fehlt meistens noch der Mensch, der es gut meint und einem weismachen will, dass alles nur halb so schlimm ist und man es doch positiv sehen soll!

 

Meistens fühlen wir uns denkbar schlecht in solchen Zeiten großer Veränderung „Veränderungen müssen schmerzen,“ sagt ein Sprichwort. Und die Tatsache, dass sie wehtun können, kennen wir alle!

 

Gibt es eine Strategie, die den Umgang mit Veränderungen leichter macht? Ja, natürlich! Die Strategie hilft Ihnen, sich zu besser zurecht zu finden, sie erleichtert alles und gibt Lichtblicke – doch die Veränderung machen, müssen Sie weiterhin selbst. Nur noch als kleinen Hinweis: wenn Sie Entwicklung in Ihrem Leben möchten, kommen Sie um Veränderungen nicht herum.

 

So managen Sie Veränderungen:

 

Schauen Sie genau hin, wo Sie im Moment stehen und lassen Sie die Augen auf, auch wenn es wehtut.
Machen Sie sich klar, dass Sie leben und atmen. Sehen Sie die Situation aus der Vogelperspektive – Abstand schafft oft Klärung.
Umkreisen Sie das Problem, bis Sie es besser erkennen und springen nicht direkt hinein. Checken Sie, wie heiß das Feuer ist oder wie tief das Wasser, das Sie vor sich sehen.
Sammeln Sie Ihre Kräfte und sparen Ihre Energie. Sie werden beides bald brauchen.
Suchen Sie im Problem die Chance. Ein Kuhfladen ist für den einen Abfall und für den anderen tolles Bau- oder Brennmaterial.
Wenn Sie den Kern der Veränderung kennen, schaffen Sie sofort los und nutzen Ihre gesamte Kraft, die Sie gesammelt haben, um aus dem Sumpf wieder heraus zu kommen.
Halten Sie engen Kontakt zu Freunden oder Beratern, zu denen Sie Vertrauen haben. Die können Ihnen helfen, wieder auf die Beine zu kommen und Ihren Weg zu finden.

 

Und dann wird die Straße des Lebens auch wieder gerade – bis zur nächsten entscheidenden Abzweigung und Entwicklung!

 

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Echte Typen Willkommen

Wie die Flut der Typentests unser Leben bereichern kann - oder auch nicht.

 29.08.2018

 

Von Manuel Stöbel, Inhaber Institut für Verhaltenskultur

 

 

Wissen Sie, wie viele Typentests es momentan auf dem Markt gibt? Egal, ob kostenlos oder kostenpflichtig? Mir fallen spontan mindestens zehn ein, die man bei Beratern buchen kann. Ganz abgesehen von den unüberschaubaren Pseudotests im Internet, die uns weismachen wollen, wer wir sind und welche Bedürfnisse wir haben.

 

Test ist nicht gleich Test - das versteht sich hoffentlich von selbst. Und eine Bitte vorweg, glauben Sie keinem Social-Media-Basiertem, der insbesondere dazu auffordert, Dinge, die kein logisch denkender Mensch braucht, zu kaufen. Und noch eine Bitte: denken Sie doch bitte selbst und vertrauen sich selbst mehr als ihrem Bildschirm. Wer sich etwas mit dem Designen von validierbaren Fragebögen beschäftigt hat, der weiß, warum man dafür speziell Vorlesungen während eines entsprechendem Studiums besuchen kann und sollte.

 

Mal ehrlich: welche Tests haben Sie schon gemacht? Sind Sie blau oder gelb? Agil oder stabil? Wolf oder Schaf? Trottel oder Superstar? Oder wissen Sie schon selbst, wer Sie sind? Wozu sind Tests gut?

 

Ich selbst habe in letzter Zeit zwei Tests gemacht, die beide sehr ähnliche Ergebnisse geliefert haben, was ich sehr beruhigend fand. Vor allem war beruhigend, dass ich mich selbst in den Ergebnissen bezüglich meines Selbstgefühls wiedergefunden habe. Lassen Sie sich bitte von keinem Test sagen, wer Sie sind. Sie sollten es über ihr Selbstwertgefühl und freundschaftliches oder kollegiales Feedback am besten wissen. Aber wozu machen wir diese Tests überhaupt?

 

Natürlich spielt Neugierde eine große Rolle dabei, und die allgegenwärtige Frage: wer bin ich? Trösten Sie sich: wer Sie sind, wird Ihnen kein Test beantworten, aber - und das ist aus meiner Sicht das Spannende - Sie können vielleicht neue Eigenschaften feststellen, die Ihnen die Testergebnisse spiegeln möchten; Sie können neuen Profilkombinationen kennenlernen, an die Sie bisher noch nicht gedacht haben; Sie können infolge Ihrer Antworten feststellen, in welche Richtung, Sie sich bewegen können. Wichtig sind nach einem Test insbesondere drei Dinge: Akzeptieren, was die Auswertung sagt; Reflektieren, ob da im Entferntesten etwas dran sein kann; Ausprobieren, ob das etwas Neues und Gutes für Ihr Leben ist. Gehen Sie konstruktiv mit den Ergebnissen um und legen Sie diese nicht gleich ad acta.

 

Sie werden feststellen, daß Sie in jedem Test von jedem Typen etwas in sich tragen - und das soll auch so sein. Denn wir sind komplexe Geschöpfe mit komplexen Verhaltensweisen. Sollte ein Test oder ein Berater Ihnen anderes weismachen wollen, weisen Sie ihm den Weg zur Tür - sofort! Auf jeden Fall ist es sinnvoll, mindestens zwei Tests zu machen, um die persönlichen Tendenzen zu verifizieren - und um Tendenzen muss es gehen, nicht um abgeschlossene Eigenschaften oder Einseitigkeit: dann können Sie - kombiniert mit einem gesunden Selbstwertgefühl - Ihren ganz echten persönlichen Typen in ganz echter persönlicher Systemik vielleicht auch neu kennenlernen. Das ist dann eine spannende Geschichte.

 

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Sommerpause

 

Bis zum 23.08. macht der Blog Sommerpause.

 

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit!

 

 

 

 

Die Kunst der Verbindung

 01.08.2018

Von Manuel Stöbel, Inhaber Institut für Verhaltenskultur

 

 

 

Die Kunst der Verbindung ist im allgemeinen, zwei oder mehr Dinge zu vereinbaren bzw. ihnen einen eben verbindenden Sinn zu geben: z.B. die Symbollinie Wolke-Schlüssel-Reichtum kann so verbunden werden: Idee-Umsetzung-Erfolg. Dinge miteinander zu verbinden gibt den Lerneffekt schlechthin und begeistert meistens ungemein!

 

Die andere Seite ist da die Krux der Verhinderung: z.B., wenn ich nicht einmal anfange zu denken, wo die Verbindung zwischen den Teilen sein könnte! Damit bin ich in der Lage, Geschäfte platzen zu lassen und wirtschaftlichem Wachstum jeglichen Nährboden zu entziehen.

 

Und genau einer dieser Schritte findet eben häufig bei der Schnittstelle Telefonzentrale statt!

 

Die Schnittstelle ist die Zerreißprobe

 

Nehmen wir noch mal an, ich rufe ein Unternehmen an. Und nehmen wir dieses Mal an, ich möchte ein Angebot machen. Setzen wir den Fall, ich habe einen Ansprechpartner und möchte zu diesem durchgestellt werden. Die Telefonzentrale klingt gut und ich habe verstanden, dass ich richtig bin (Tonfall und Verständlichkeit s. die letzten beiden Artikel). Dann beginnt die Kunst der Verbindung: Es ist doch so, dass ich Glück haben muss, um richtig zu landen! Denn oft genug wird die schöne akustische Welt mit Musik in der Schleife zur ungeduldigen Zerreißprobe für die Nerven.

 

Verbinden heißt Verbindlichkeit

 

Zunächst muss mein Gesprächspartner einmal mich verstehen. Das ist meine Aufgabe. Ist das passiert, heißt es für die Schnittstelle der Verbindungen ehrlich und gründlich zu reflektieren, wohin verbunden werden muss. Je nach Größe des Unternehmens ist das eine schwierige Aufgabe: man kennt die Abteilungen nicht persönlich, der Fachbereich ist ausgelagert oder es sind eben die Kompetenzen nicht geklärt bzw. die Zentrale hat zu wenig Info von oben bekommen. Klar, ist Letzteres die Sache der Führung. Auf der anderen Seite ist es auch die Aufgabe der Mitarbeiter der Zentrale, ihren Job so zu gestalten, dass so effizient wie möglich gearbeitet werden kann. Das heißt: wenn ich etwas nicht weiß, besorge ich mir das Wissen, bis ich beim Verbinden eben verbindlich sein kann und mein Gesprächspartner so zuverlässig wie möglich an der richtigen Stelle landet. Dann hat es offensichtlich mit der Verbindung gut geklappt und die Krux der Verhinderung steht sauber in der Ecke!!  

 

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Es ist sinnlos, auf grün zu warten

 25.07.2018

Von Manuel Stöbel, Inhaber Institut für Verhaltenskultur

 

 

 

Die Beine haben nur eine echte Aufgabe

 

Die Zeit rennt. Wir werden älter und das Leben rinnt uns durch die Hände. Wer kennt das nicht!? Wir warten und stehen uns die Beine in den Bauch! „Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt,“ hieß es früher im Schlager von Hazy Osterwald. Und eben an diesem Karriere- oder Lebensfahrstuhl drohen wir zu scheitern, wenn wir warten, bis unsere Beine im Bauch sind. Die Beine haben eigentlich nur die eine Aufgabe im Leben: uns zu tragen, wo wir hin wollen! Sie bewegen aber natürlich nicht von selbst.

 

Der notwendige Zusatz

 

Doch wenn anfangen blind rumzurennen, hat höchstens die Wand etwas davon, gegen die wir dann eben stoßen. Unbedachter Aktionismus ist wie das Springen von einem Zehn-Meter-Turm, wenn kein Wasser im Becken ist: sinnlos. Aber warten wir auf Grün, gehört das auch nicht zum guten Ton der eigenen Chancen. Nutzen wir die Beine, bei Gelb, uns zu winden, zu drehen und – Ausschau zu halten. Die Augen sind der notwenige Zusatz, den wir brauchen, um zu erkennen, wo wir bei Grün hinwollen. Nicht: „Schauen wir mal!“ Und nicht: „Gehen wir mal!“ Nein: “Schauen wir mal und gehen dann dorthin“! Das ist der günstigste Satz, den man sich sagen kann, wenn man mal wartet.

 

Zur Not querfeldein

 

Was ist, wenn Sie das Feld und die Landschaft neben der Strasse magisch anzieht? Gibt einen Grund, dem nicht nachzugeben? Das ist gegen die Verkehrsregeln? Klar! Aber es sollte nicht gegen Ihre Lebensregeln sein. Also wenn Sie Ihren Weg gegen die Regel querfeldein finden? Dann los! Schauen und dann gehen!

 

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Liebe Deinen Chef

 18.07.2018

Von Manuel Stöbel, Inhaber Institut für Verhaltenskultur

 

 

 

Heute möchte ich Sie anregen nicht nur biblisch zu werden, sondern neben der Verhaltensliebe zu sich selbst auch das Verhalten Ihres Chefs zu lieben. Ich beziehe mich auf die alte biblische Regel: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Übersetzt in unsere Sprache könnte man sagen: Liebe dein Verhalten, wie das Verhalten deines Chefs. Wie das tatsächlich geht, möchte ich nun klären.

 

Unser Verhalten ist nur Spiegelbild unsers Selbstbildes. Habe ich ein sympathisches Bild von mir selbst, zeige ich es meistens aus nach außen. Ich trete offen auf, bin fröhlich und respektiere meine Umwelt, wie sie ist. Letzteres kann ich, weil mit dem sympathischen Selbstbild auch ein großes Stück Toleranz einhergeht: Bin ich mir sympathisch, kann ich tolerant anderen gegenüber sein.

 

Andererseits ist es auch so, dass mit einem unsympathischen Selbstbild oft auch ein entsprechendes Verhalten nach Außen zu beobachten ist. Warum sollen mir andere Menschen sympathisch sein, wenn ich es mir selbst nicht bin? Warum mich meiner Umwelt gegenüber offen und wertvoll zeigen, wenn ich mir innerlich egal bin? Ich bin untolerant gegen mich selbst und andere und pflege ein eher schlechtes Verhältnis zu mir und meinen Mitmenschen.

 

Wie sich diese Varianten in der Realität äußern, ist noch eine ganz andere Sache. Die Grundregel ist: Selbstbild gut = Umwelt gut und Selbstbild schlecht = Umwelt schlecht.

 

Lieben Sie Ihr Selbstbild! Sehen, akzeptieren und leben Sie in erster Linie sich selbst. Mögen Sie sich, ist erstmal alles gut. Haben Sie ein schlechtes Bauchgefühl beim Gedanken an sich selbst, holen Sie sich entsprechend mit Büchern, Coaches oder Therapeuten Hilfe. Es lohnt sich, daran zu schaffen. Und das ist die Grundregel für Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen!

 

Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden gegenüber sich selbst größtmögliche Akzeptanz haben; Sie würden sich mögen, Sie wären – wie man sagt – bei sich. Dann hätten Sie eine große Sicherheit und einen wertvollen Ich-Bezug. Sie wären weniger angreifbar und hätten stärkere Ressourcen. Würden Sie angegriffen, so würde es Ihnen in geringerem Umfang etwas ausmachen. Stabil könnten Sie eine Art Metaebene einnehmen und recht entspannt hinunterblicken, was passiert. Ja, auch Selbstliebe verleiht Flügel!

 

Nicht jede Führungskraft verhält sich beständig mit gutem Ton. Oft genug wird sich im Ton gründlich vergriffen. Um es voraus zu sagen: es gibt immer Grenzen. Und je stärker Sie bei sich sind, werden Sie diese wahrnehmen und setzen lernen. Aber jede Führungskraft ist auch nur ein Mensch, ist mal ungerecht und macht eben Fehler. Wie wir alle oft genug. Diese Fehler passieren mit größerem guten Selbstbezug weniger. Aber, wenn mal ein Verhalten an den Tag gelegt wird, das eben nicht passt und man die Führungskraft am liebsten in den Pfeffer schicken würde – wie reagieren Sie, wenn Sie grundsätzlich bei sich sind, sich akzeptieren und einen positiven Selbstbezug haben? Sie reagieren weniger heftig und nehmen vielleicht sogar für die Führungskraft eine mildere Sorte Pfeffer als Kollegen, die eben nicht bei sich sind. Sie sind gut drauf und nehmen es leichter!

Genauso geht es natürlich der Führungskraft auch, wenn ihre Mitarbeiter Fehler machen, wenn sie sich selbst mit einer Art von Selbstliebe versehen.

 

Ob Sie als Mitarbeiter nun wirklich das Verhalten Ihres Chefs jemals lieben lernen, sei mal dahingestellt. Mit Ihrem Selbst kongruent zu sein, ist auf jeden Fall ein gründlicher Schritt in eine entspanntere Alltagsstimmung im Unternehmen.

 

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Der Wertekreislauf

 10.07.2018

Von Manuel Stöbel, Inhaber Institut für Verhaltenskultur

 

 

 

Sie haben die Chance  in Ihrem Unternehmen kommunikativ die Ärmel aufzukrempeln und es über ein paar Innovation Werten zu unterfüttern. Damit bauen Sie ein exzellentes Image bei Ihren Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern auf. Machen wir uns bewusst: es sind keine Unsummen, die Sie investieren müssen, um Ihren Wertekreislauf zu realisieren. Ihre Investition sind Engagement und etwas Phantasie in sich und Ihr Unternehmen; in Ihre Mitarbeiter und Grundwerte. Ihr Lohn ist am Ende ein Unternehmens-Branding, das auf einem tiefen Fundament fest steht; Ihr Profit ist ein differenziertes Employer-Branding, mit dem Ihre Mitarbeiter motiviert für das gemeinsame Umsatzwachstum arbeiten; und Sie legen in Sachen (kommunikativer) Nachhaltigkeit einen Meilenstein vor, der Ihr Alleinstellungsmerkmal betont. Etwas überspitzt i s t der gute Ton Ihr Unternehmen und Ihr Unternehmen ist der gute Ton!

 

Lassen sie es uns im alternativen Wertekreislauf praktisch untersuchen, wie Sie es auch im Bild wiederfinden: 1. Sie haben definierte Unternehmenswerte, die vom Vorzimmer bis zum Vorstand gelebt werden; 2. Diese Werte spiegeln sich im Verhalten und im täglichen Umgang miteinander wieder; 3. Das Veralten erzeugt eine allgemein gute Stimmung als vorzügliche Arbeitsmotivation; 4. Die Stimmung zieht eine schaffenskräftige (Unternehmens-)Kommunikation nach sich (es ist hier wirklich die gesamte Kommunikation gemeint und nicht nur, wie man miteinander spricht); 5. Die gelungene Unternehmenskommunikation mündet in einem positiven Geschäftserfolg. Der Geschäftserfolg an sich rechtfertigt seinerseits wieder die Werte und den dargestellten Kreislauf.

 

Eigentlich sollte es kein Entweder-Oder geben und ein Unternehmen etwas guten Ton hier und etwas dahaben; die eine Abteilung sich besser verhalten als die andere oder jene in mieser Stimmung arbeiten und diese in bester Laune ihren Tag verbringen. Das ist natürlich ein Ideal, das hier beschrieben wird. Auf der anderen Seite, ist es leichter und effizienter realisierbar als die Planung einer großen technischen Anlage oder ein Firmenumzug. Denn Menschen lasen sich motivieren. Anschließend läuft vieles von selbst, wenn alle es verstanden und verinnerlicht haben, wie Verhalten, Kommunikation und Marketing zum Geschäftserfolg führen. Denn letztlich ist jedes noch so kleine Wörtchen des Flurfunks Wertespiegel, Marketing und damit Geschäftserfolg eines Unternehmens. Es ist der gute Ton, der die Hauptrolle spielt. Wie groß ist das die Rolle des guten Tones in Präsentationen, Messeauftritten und Onlinemarketing??

 

Lassen Sie Ihre Werte kreisen und lassen Sie zur gleichen Zeit sich, Ihre Mitarbeiter und Unternehmen aus dem Hamsterad!

 

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Der gute Ton Ihres Unternehmens

 03.07.2018

Von Manuel Stöbel, Inhaber Institut für Verhaltenskultur

 

 

Sollten Sie jetzt denken, hier ginge es um Stimmtraining oder Kirchengesang, dann ist es umso wichtiger, dass Sie weiterlesen. Beim guten Ton Ihres Unternehmens geht es auch nicht nur um Ihr Corporate Design oder Corporate Clothing. Das Thema ist ganz schlicht und schlichtweg ergreifend:

 

der gesamte Charakter,
die gesamte Kommunikation und
die gesamte Kompetenz

 

Ihres Unternehmens samt seines Fundaments, seinen(gelebten) Werten und seines Geschäftserfolges. Der gute Ton Ihres Unternehmens prägt es von vorne bis hinten, von unten und oben und von innen bis außen. Wir bewegen uns im großen Feld der Verzahnung von Werten, Traditionen, Innovationen, Branding, Kommunikation und Geschäftserfolg. Ein Sprichwort sagt: „Wenn du einmal Erfolg hast, kann es Zufall sein. Wenn du zweimal Erfolg hast, kann es Glück sein. Wenn du dreimal Erfolg hast, so ist es Fleiß und Tüchtigkeit.“ Und genau Letzteres ist die Essenz des gelebten guten Tones in einem Unternehmen. Ohne Fleiß und Tüchtigkeit kein guter Ton und kein gutes Verhalten, kein gelebter Wert und keine lebenswerte Tradition – letztlich kein „markiertes“ Unternehmen und kein reichhaltiger Geschäftserfolg!

 

Worauf stehen Sie?

 

Was der Großvater oft noch besser wusste ist, dass man Werte und Fundamente erst bauen muss, bevor man auf ihnen stehen kann und seine Ideen bzw. in unserem Fall seine Unternehmung darauf gründen kann. Wer schon einmal Häuser gesehen hat, die auf Sand gebaut waren, weiß, was mit Unternehmungen passiert, wenn das Fundament instabil ist: sie geraten in Schieflage. Die Folge ist, dass Wachstum ist nur begrenzt möglich wird, weil der Grund dafür fehlt. Jeder gute Ton hat einen festen, sicheren Klangkörper, der mit Fleiß erschaffen wurde. Das weiß jeder Musiker von seinem Instrument. Und wo ein fester Grund und ein sicherer Klangkörper, kann der gute Ton wachsen, gedeihen und sich ausdehnen. Und auf gesunden fundamentierten und individuellen gelebten Werten, kann jedes Unternehmen zur Goldgrube werden!

 

Grundfragen des guten Tones

 

Mal ehrlich: Wer von Ihnen macht sich täglich bewusst, auf welchen Werten sein Unternehmen basiert? Tun Sie es ab morgen früh jeden Tag. Denn das ist das Fundament, auf das Sie Ihre Arbeit tagtäglich von Neuem gründen. Sei es nun in Ihrem eigenen Unternehmen oder als Angestellter. Was bedeuten meine Werte für mich, für meine Mitarbeiter, für meine Kunden und für die Welt? Und: Fühle ich mich damit wohl? Turnt es mich an, wenn ich meine Arbeit denke? Brenne ich für mein Unternehmen und verkaufe es im besten Ton auch als Angestellter? Ich ermutige Sie, sich zu hinterfragen und alle Fragen zu bearbeiten und zu ändern, bis Sie uneingeschränkt mit „JA“ antworten!

 

Bei uns im Saarland sagt man noch hier und da „Ich geh’ auf die Schaff“. Ich finde diese bodenständige Phrase ist ein wahrhaft guter Ton. Diese Phrase erschafft etwas in uns, das weit mehr als unser „Job“ ist. Sie erschafft Verbundenheit mit dem, womit ich täglich meine Zeit verbringe. Verbundenheit mit meinen Werten, meiner Kommunikation und mit meinem persönlichen Verhalten – und nichts mehr und nichts weniger ist der gute Ton eines Unternehmens: der gute Ton der Persönlichkeiten, die es ausmachen!

 

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Gelebte Werte

26.06. 2018

Von Manuel Stöbel, Inhaber Institut für Verhaltenskultur

 

Wenn eine Pflanze wachsen soll, dann braucht sie passende Erde, Temperatur, Wasser, Licht und auch Dünger. Ich kann also nicht nur eine qualitativ gute Pflanze kaufen. Wenn ich den Wert der Pflanze kenne, sollte ich auch ihr Bedürfnis nach den anderen Werten kennen und sie dorthin pflanzen, wo sie im richtigen Licht steht, damit ich sie passend gießen und pflegen kann. Es sei denn, ich will, dass die Pflanze eingeht. Wozu dann eine Pflanze kaufen, wenn ich gegen ihre grundlegenden Werte handle und dafür noch Geld ausgebe?? Also ist eine Investition in die Werte im Prinzip wichtiger als der Kauf der Pflanze. Ich kann vorher klären, wo die Pflanze wachsen soll, welches Wasser und welche Erde zur Verfügung stehen. Dann erschaffe ich ein optimales Werte-Umfeld, in dem ich zum krönenden Abschluss mit der gesunden kräftigen Pflanze auch noch im besten Ton kommunizieren kann, wenn ich daran glaube. Dann wird die Antwort der Pflanze entsprechend offen, wachstumsstark und reich an Früchten sein.

 

Wenn ich eine Pflanzung so gut vorbereite und mir klar und sichtbar mache, welche Werte diese Unternehmung braucht, dann darf ich mich als Unternehmer über große Gewinne freuen. Die Pflanze wächst im gesunden Umfeld heran und „weiß“ sozusagen, welche Werte ich als Gärtner und Unternehmer vertrete. Ich habe sie sichtbar gemacht, indem ich sie intensiv mit Standortsuche etc. vorbereitet habe.

 

Ebenso gebe ich als Führungskraft, Inhaber oder Vorstand meinen Werten im besten Ton Ausdruck, indem ich sie lebe und meinen Mitarbeitern verständlich und lebenswert mache. Und auch ist eine konstante sichtbare, hörbare oder auch fühlbare Version der Unternehmenswerte mehr als sinnvoll. Die sichtbare Version ist die einfachste. Diese sind ohne Probleme realisierbar, indem man sie druckt und am besten in jedem Büro so positioniert, dass die Mitarbeiter hinsehen müssen. Oder man kreiert einen wechselnden Hintergrundbildschirm, auf dem die verschiedenen Werte lesbar sind. Die Kantine ist ein Ort, wo Werte ganz toll platziert werden können: mit wechselnden Schildern auf den Tischen.

 

Die auditive und fühlbare Variante der Unternehmenswerte - die Grundlage des guten Tons eines Unternehmens – muss individueller aufs Unternehmen zugeschnitten sein. Die visuelle ist am Anfang die leichtere Version.

 

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Die Werteantenne

19.06. 2018

Von Manuel Stöbel, Inhaber Institut für Verhaltenskultur

 

Wir leben heute im digitalen Zeitalter. Wir können hunderte von Programmen aus aller Welt empfangen und diese zu Hause, am Arbeitsplatz oder unterwegs ständig abrufen. Wir sind ständig auf den Empfang von Botschaften ausgelegt. Und in der Tat empfangen wir diese auch: Über 10.000 Werbebotschaften am Tag, tausende von Worten, ganz zu schweigen von den unendlich vielen visuellen Eindrücken, die wir am Tag sammeln. Wir leiden unter eine permanenten Reizüberflutung!

 

Zur gleichen Zeit, meinen wir auch für alles eine Antenne haben zu müssen: fürs Weltgeschehen, den DAX, das aktuelle Projekt und das Zahnweh der Kinder zu Hause. Zwar sollen den neugeborenen Kindern schon Chips eingesetzt werden… Nur: auf die fast notwendige Parabolantenne in unserem Kopf dürfen wir hoffentlich noch warten.

 

Doch wie ist unsere Antenne für uns selbst bzw. für unsere Mitarbeiter und ihre Werte sowie für ihre Tagesform?

 

Wie wir alle, hat auch eine Führungskraft mit ständiger Reizüberflutung zu kämpfen. Der Unterschied ist, dass die Antenne einer Führungskraft noch ständig bei den Mitarbeitern sein soll. Eines steht fest: alles geht nicht! Die Führungskraft kann nicht für jede Kleinigkeit sofort parat stehen.

 

Anders sieht es beim Thema Mitarbeiter und deren Werte aus. Es dürfte eine ausgewiesene Schlüsselqualifikation der Zukunft werden, eine Antenne für die Werte der Mitarbeiter zu entwickeln. Diese Antenne richtet sich auf den feinsten Empfang der grundlegenden und aktuellen Werte im Team und im Unternehmen aus. Ein kleiner und feiner Unterschied ist auch der, dass so auch empfangen werden kann, wie wertvoll die eigenen Mitarbeiter sind.

 

Wie kann das vor sich gehen?

 

Die Werteantenne für Führungskräfte

 

  1. Die Führungskraft hält sich täglich vor Augen, welche Rolle sie im Unternehmen spielt und welche Verantwortung sie für das Unternehmen hat.
  2. Die Führungskraft kennt die Werte seiner Mitarbeiter, ihr Rollenverständnis und durchschnittliche Tagsform.
  3. Die Führungskraft hat Mut und Kompetenz, auf schwankende Werte sofort einzugehen, zu intervenieren und diese zumindest anfänglich umzustimmen.
  4. Die Führungskraft zeigt Präsenz in seinem Team und seiner Umgebung. Starkes Kontrollverhalten ist hier tabu!
  5. Die Führungskraft zeigt grundsätzliche Offenheit für die Mitarbeiter und ist ansprechbar.
  6. So schafft jede Führungskraft einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum guten Ton eines Unternehmens und insbesondere seines Teams!

 

 

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Kontakt

 

 

Institut für Verhaltenskultur

 

Manuel Stöbel

 

Bliestalstraße 30

D - 66399 Mandelbachtal

 

Tel.: +49-6804-9940715

Fax: +49-6804-9941716

 

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